Projekte
Im Osten viel Neues! Studierende übersetzen: Jugendliteratur aus dem deutsch- und BKMS-sprachigen Raum zu Frieden und Krieg
„Im Osten viel Neues“ ist ein Projekt, das junge Stimmen aus Deutschland, Montenegro und Serbien vereint. Studierende übersetzen bewegende Jugendliteratur rund um Krieg, Frieden und Versöhnung – über Sprachgrenzen hinweg. In der inspirierenden Atmosphäre einer Sommerschule in Cetinje entstanden intensive Workshops, Lesungen und (später) eindrucksvolle Audioaufnahmen. Ein Blog dokumentiert diese Begegnungen voller Kreativität, Reflexion und interkulturellem Austausch. Gefördert vom DAAD, öffnet das Projekt neue Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart – hörbar, spürbar und tief berührend.
Dauer: Januar−Dezember 2023
Förderung: DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst, Förderprogramm „Hochschuldialog mit den Ländern des westlichen Balkans“)
Projektleiterinnen: Dr. Eva Kowollik, Dr. Tijana Matijević (Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg)
Projektpartnerinnen: Dr. Jelena Knežević, MA Elli Mack (Universität Montenegro); Dr. Ivana Pajić, Dr. Iva Simurdić, MA Biljana Kovač-Bejin (Universität Novi Sad)
Sommerakademie Siebenbürgen
Die Sommerakademie „Siebenbürgen“ findet jährlich an der Lucian-Blaga-Universität Sibiu unter der Leitung von Prof. Dr. Maria Sass statt. Gefördert von der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg versammelt sie Germanistikstudierende aus Mittel- und Südosteuropa. In Vorträgen, Workshops und Exkursionen wird die deutsche Kultur in den teilnehmenden Ländern erforscht und lebendig vermittelt. Die Sommerakademie stärkt nicht nur das fachliche Profil junger Germanist:nnen, sondern fördert auch interkulturellen Austausch und regionale Vernetzung.
Dauer: 2014−heute
Förderung: Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg
Projektleiterinnen: Prof. Dr. Maria Sass, Lucian Blaga Universität, Hermannstadt
Meine Rolle: Projektpartnerin für das Institut für Germanistik, Philosophische Fakultät, Universität Novi Sad (bis 2023)
4G Dimensionen
„4G Dimensionen“ war ein viertägige Kulturveranstaltung in der Kulturstation Svilara in Novi Sad, organisiert unter der Leitung von Wenke Tannenberg-Turkovic und Katja Stipinović. Germanistikstudierende aus mehreren Ländern begegneten sich, um Poetry Slams, Lesungen, Musik, Workshops und künstlerische Beiträge zu gestalten und zu erleben. Ziel war die Förderung kreativer Textproduktion, Veranstaltungsorganisation und interkultureller Kompetenzen. Unterstützt wurde das Projekt u. a. vom Goethe-Institut, dem DAAD, dem OeAD und lokalen Partnern. Es verband sprachliche Praxis mit lebendiger Kulturvermittlung – grenzüberschreitend und praxisnah.
Dauer: Juni−Juli 2022
Förderung: DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst)
Projektleiterinnen: Mag. Wenke Tannenberg-Turković, MA Katja
Stipinović (Universität Novi Sad)
Projektpartnerinnen: MA Elli Mack (Universität Montenegro);
Mareike Korte (Universität Osijek,); Dr. Ivana Pajić, MA Biljana Kovač (Universität Novi Sad) - Meine Rolle (mit Elli Mack): Workshop und Lesung mit Ivna Žic
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Young Authors for Future – Krisenszenarien und (junge) Literatur im Ost-West-Dialog
Das Projekt „Young Authors for Future – Krisenszenarien und (junge) Literatur im Ost-West-Dialog“ brachte Studierende aus Deutschland, Montenegro und Serbien in einem virtuellen Übersetzungsatelier zusammen. Gemeinsam übersetzten sie zeitgenössische Prosa und Lyrik ins BKMS und ins Deutsche – mit Fokus auf Klima, Kapitalismus, Feminismus und Queerness. Kreative Formate wie Dekameron-Remixes und essayistisches Schreiben standen im Zentrum. Höhepunkte waren eine hybride Sommerschule mit internationalen Lesungen sowie eine Winterschule in Halle mit von Studierenden moderierter Lesung. Die mehrsprachigen Übersetzungen wurden zu literarischen Antworten auf globale Krisen.
Dauer: Januar−Dezember 2021
Förderung: DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst, Förderprogramm „Hochschuldialog mit den Ländern des westlichen Balkans“)
Projektleiterinnen: Dr. Eva Kowollik, Dr. Tijana Matijević (Martin-Luther-Universität, Halle-Wittenberg)
Projektpartnerinnen: Jelena Knežević, MA Elli Mack (Universität Montenegro; Dr. Ivana Pajić (Universität Novi Sad)
Identität und Arbeit: Parallelbiografien Serbien/Deutschland
Wie formen Beruf und Alltag unsere Identität? Das Projekt von Professor:innen, Studierenden und Künstler:innen aus Serbien und Deutschland entstanden aus echter Neugier und Lust auf Perspektivwechsel. In der Ausstellung treffen Lebensgeschichten und Gesichter aus Novi Sad und Berlin aufeinander – humorvoll, berührend und überraschend nahbar. Fotografien der Berliner Künstlerin Sandra Ratković zeigen Menschen unterschiedlichster Berufe, die sich mit einem selbstgewählten Objekt inszenieren. Interviews geben intime Einblicke in Hoffnungen, Herausforderungen und Selbstbilder im Arbeitsleben beider Städte. Eine Einladung, Klischees zu hinterfragen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.
Dauer: 2018−2019
Förderung: MitOst, Gesellschaft von Freunden der TU Berlin
Projektleiterinnen: Dr. Claudia Müller (Technische Universität Berlin)
Projektpartnerinnen: MA Sandra Ratković (Berlin, Fotografin); Dr. Ivana Pajić, MA Paul Gruber (Universität Novi Sad)
Ausstellungen: 7. Mai 2019 – Lange Nacht der Museen, Novi Sad; 3.–19. Mai 2019 – Museum der Stadt Novi Sad (Sammlung ausländischer Kunst), Novi Sad; 4. Oktober 2019 – Mit-Ost-Festival, Budapest
K/eine Utopie(n) mehr? Ein Forum für junge, engagierte Literatur
Jahrzehnte nach dem Mauerfall befragt dieses Projekt junge Autor:innen aus Deutschland und dem ehemaligen Jugoslawien: Wie erleben sie Transformation, Krise und Zukunft? In einem internationalen Literaturwettbewerb und Übersetzungsprojekt entstanden vielstimmige, mutige Texte – veröffentlicht in der Zeitschrift Lichtungen, präsentiert bei Lesungen und vertieft in einer Sommerschule in Montenegro. Literatur wird hier zum Resonanzraum für emanzipatorisches Denken und Ausdruck fernab politischer Zentren. Ein Projekt zwischen Kunst, Wissenschaft und Zivilgesellschaft – gegen Sprachlosigkeit, für Pluralismus und Demokratie.
Dauer: Januar−Dezember 2018
Förderung: DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst, Förderprogramm „Hochschuldialog mit den Ländern des westlichen Balkans“)
Projektleiterinnen: Dr. Andrea Meyer-Fraatz; Dr. Željana Tunić (Friedrich Schiller Universität Jena)
Projektpartnerinnen: Dr. Jelena Knežević, (Universität Montenegro); Dr. Ivana Pajić, (Universität Novi Sad); Dr. Ljiljana Aćimović (Universität Banja Luka); Dr. Sanja Cimer Karaica (Universität Osijek); Dr. Jana George (Nord-Kaukasische Föderale Universität)

Literarische Verarbeitung von Kriegs- und Gewalterfahrungen und ihre Übersetzung: Deutschland und das ehemalige Jugoslawien im Dialog
Wie übersetzt man das Unsagbare? Im Rahmen eines internationalen Workshops in Jena diskutierten Professori:innen, Studierende, Autor:innen und preisgekrönte Übersetzer:innen aus Deutschland und dem ehemaligen Jugoslawien literarische Texte über Krieg und Gewalt – und deren Übertragung in andere Sprachen und Kulturen. Lesungen mit Norbert Gstrein, Bora Ćosić, Slobodan Šnajder u. a. boten Raum für offene Debatten über Erinnerung, Schuld und Widerstand. Der Workshop zeigte eindrucksvoll, wie Literatur Grenzerfahrungen verhandelt, übersetzt – und als Brücke zwischen Gesellschaften wirkt. Veranstaltet von der FSU Jena mit Unterstützung des DAAD und der Südosteuropa-Gesellschaft.
Dauer: März 2017−Februar 2018
Förderung: DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst, Förderprogramm „Hochschuldialog mit den Ländern des westlichen Balkans“), Südosteuropa-Gesellschaft
Projektleiterinnen: Dr. Andrea Meyer-Fraatz, Dr. Željana Tunić (Friedrich Schiller University Jena)
Projektpartnerinnen: Dr. Jelena Knežević, (Universität Montenegro); Dr. Ivana Pajić, (Universität Novi Sad); Dr. Ljiljana Aćimović (Universität Banja Luka); Dr. Sanja Cimer Karaica (Universität Osijek); Jana George (Nord-Kaukasische Föderale Universität)
Lesungen

Das Grab von Ivan Lendl
Veranstaltung: Lesefrühling, 19. April 2023 um 18 Uhr
Moderation der Lesung mit Paul Ferstel; in Zusammenarbeit mit DAAD und OeAD-Lektor:innenaus (Kerstin Lieb, Bernhard Unterer, Wenke Wenke Tannenberg-Turković), der Österreichischen Botschaft Podgorica und dem Goethe-Institut Belgrad

Elefanten im Garten, Fünf Jahreszeiten
Veranstaltung: Leseherbst, 15. Dezember 2022 um 18 Uhr
Moderation der Lesung mit Meral Kureyshi; in Zusammenarbeit mit Studentinnen der Germanistik in Novi Sad (Milica Šijaković, Katarina Dinić), DAAD-Lektor:innenaus (Elli Mack, Wenke Wenke Tannenberg-Turković) und dem Goethe-Institut Belgrad

Lose Posten
Veranstaltung: Nacht der Literatur, 15. September 2022 um 17 Uhr
Moderation der Lesung mit Cornelia Hülmbauer; in Zusammenarbeit mit EU-Info-Point Novi Sad und Kaleidoskop kulture

Hier sind Löwen, Hinter Sibirien
Veranstaltung: Leseherbst, 10. Dezember 2020 um 18 Uhr
Workshop und Moderation der Lesung mit Cornelia Hülmbauer; in Zusammenarbeit mit DAAD-Lektor:innenaus der Region (Elli Mack, Simone Heine) und dem Goethe-Institut Belgrad

Als wir Träumten
Veranstaltung: Klemensijada, 18. Oktober 2015 um 18 Uhr
Workshop und Moderation der Lesung mit Clemens Meyer; in Zusammenarbeit mit Paul Gruber und Mirjana Zarifović Grković
Konferenz: Facetten der Germanistik
Germanistik im wissenschaftlichen und kulturellen Dialog
Vom 31. Oktober bis 3. November 2024 wurde die Universität Novi Sad zum Zentrum der südosteuropäischen Germanistik. Die 15. Konferenz des Südosteuropäischen Germanistenverbands (SOEGV) vereinte über 150 Wissenschaftler:innen aus 17 Ländern. Organisiert wurde die Konferenz vom Organisationsteam des Instituts für Germanistik der Philosophischen Fakultät der Universität Novi Sad: Ivana Pajić, Wenke Tannenberg Turković, Ana Mitrevski, Biljana Kovač Bejin, Milica Pasula, Žolt Papišta, Milica Šijaković, Dénes Kobetits, Nikolina Zobenica, Ana Stipančević, Aleksandar Nikolić, Ivana Marinkov Čolak, Jelena Trivunić Malešević, Iva Simurdić. Unter dem Motto „Facetten der Germanistik“ präsentierte sich die Tagung als breit gefächerte Plattform für den wissenschaftlichen Austausch. Beiträge aus den Bereichen Literatur-, Sprach-, Film-, Kultur- und Translationswissenschaft sowie aus aktuellen Perspektiven der DaF/DaZ-Didaktik zeigten die Vielfalt und Dynamik des Fachs. Ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Germanistik in Südosteuropa war die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: In einer eigenen Sektion und durch Posterpräsentationen erhielten junge Forscher:innen die Gelegenheit, ihre Projekte und Dissertationsvorhaben vorzustellen, sich auszutauschen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Damit wurde der interkulturelle und generationenübergreifende Dialog aktiv gestärkt. Das akademische Programm wurde durch kulturelle Impulse bereichert, darunter eine Podiumsdiskussion mit den Schriftsteller:innen Dragica Rajčić-Holzner und Bojan Krivokapić sowie ein hybrider Literaturabend mit Anna Baar. Den festlichen Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen auf der historischen Festung Petrovaradin, die symbolisch den interkulturellen Charakter der Stadt Novi Sad widerspiegelt. Die Konferenz erwies sich als lebendiges Forum für interdisziplinäre, internationale und zukunftsgerichtete Zusammenarbeit der Germanistik im südosteuropäischen Raum. Gefördert und unterstützt wurde die Konferenz durch: DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst, Philosophische Fakultät der Universität Novi Sad, Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Belgrad, Österreichisches Kulturforum Belgrad, Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg, Regionales Sekretariat für akademische Bildung und wissenschaftliche Forschung der AP Vojvodina, Ministerium für Wissenschaft, technologische Entwicklung und Innovation der Republik Serbien.
Workshops
Von Banovo Brdo zur Buchseite – Narrative der 90er neu gelesen
Wo liegt Banovo brdo, wenn man eine Weltkarte unter die von Belgrad legt? Was sind Diesler:innen und wer war eigentlich die 90er Kleopatra? Wie klingt das deftige, sprachakrobatische Schimpfwortarsenal Belgrads auf Deutsch – und wie setzt man es als Jugendlicher gezielt ein gegen Antiziganismus, gegen eine resignierte Elterngeneration und gegen die omnipräsente Gewalt? Und was hat ein roter Porsche mit alldem zu tun? All diese Fragen – und noch ein paar mehr – habe ich gemeinsam mit den Workshopteilnehmer:innen am 19. März 2024 an der Philologischen Fakultät in Belgrad auf ebenso spielerische wie tiefgründige Weise entschlüsselt. Im Mittelpunkt stand Barbi Markovićs Roman Die verschissene Zeit (2021), in dem sie die Post-Jugo-Belgrader Generation der 1990er mit einem originellen, gameartigen Twist porträtiert. Darüber hinaus bot der Workshop einen pointierten Überblick über aktuelle deutschsprachige Autor:innen mit Wurzeln in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens. Der Fokus lag dabei auf der Frage, wie man mit ausgewählten textanalytischen und literaturdidaktischen Zugängen tiefere Einblicke in ihre zwischen den Kulturen oszillierenden Texte gewinnen kann – zwischen Sprache, Herkunft und Erzählkunst. Zum Abschluss hatten die Workshopteilnehmer:innen die besondere Gelegenheit, direkt mit Barbi Marković ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und Einblicke in ihre Arbeitsweise und Perspektiven zu gewinnen – ein lebendiger Dialog, der den intensiven Workshop krönend abrundete.
Sprachförderung mal anders: Interkulturelle Begegnungen durch Film
Im Jahr 2019 nahmen Germanistik-Studierende aus Novi Sad unter meiner Betreuung am internationalen Sprachcamp „Film – Sprache – Begegnung“ in Seligstadt (Rumänien) teil. Dort treffen sich Jugendliche aus verschiedenen Ländern, um gemeinsam Filme zu produzieren. Das Camp verbindet Sprachförderung mit Filmbildung, Schauspiel und interkultureller Begegnung. Ziel ist es, Spracherwerb zu fördern, Toleranz zu stärken und neue Perspektiven zu öffnen. Das Projekt wird von der Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg gefördert und von einem interkulturellen Team geleitet: Katja Holdorf (PH Ludwigsburg), Prof. Dr. Björn Maurer (PH Thurgau) und Dr. Mirona Stănescu (Uni Klausenburg), die Sprachdidaktik, Film- und Theaterpädagogik für eine lebendige, grenzüberschreitende Bildungsarbeit zusammenbringen.

Slam it! Kreativer Aufbruch in der Germanistik
Am 5. und 6. März 2015 fand am Institut für Germanistik in Novi Sad ein von mir und Paul Gruber organisierter Workshop zur Slam-Poesie mit anschließendem Slam-Abend statt.Ziel war es, den Studierenden eine kreative Plattform zu bieten, um ihre Meinungen frei zu äußern. Geleitet wurde der Workshop vom zweisprachigen Slam-Poeten Mario Tomić aus Graz. Viele Teilnehmende sammelten hier erste Erfahrungen mit Slam-Poesie und entdeckten dabei neue, kreative Zugänge zur deutschen Sprache. Für sie bot das Format eine willkommene Abwechslung zum klassischen Unterricht – lebendig, aktuell und ausdrucksstark. Der Slam-Abend wurde vom Jugendzentrum CK13 und dem Österreichischen Kulturforum unterstützt.




















































































































































